Blitz e.V. übernimmt Trägerschaft für Kokont

Bildungswerk Blitz betreibt „Kokont“

Jena. (tlz/lio) Die Stadt Jena hat das Bildungswerk Blitz e.V. mit der Trägerschaft der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz beauftragt. Zuvor hatten sich drei Träger beworben und in der Hauptausschuss-Sitzung des Stadtrates, zu der auch zwei Vertreter des Runden Tisches anwesend waren, präsentiert.
Das Bildungswerk Blitz e.V. konnte den Hauptausschuss mit einer gelungenen Präsentation und einem stimmigen Konzept überzeugen und löst damit den bisherigen Träger, die evangelisch-lutherische Superintendentur, ab. Die bisherige gute Arbeit der Kirche wurde vom Hauptausschuss ausdrücklich gewürdigt.

„Es war keine politische Entscheidung. Wir haben uns nicht gegen den Träger evangelisch-lutherische Kirche entschieden, sondern für das Bildungswerk Blitz e.V“, so Dr. Lutz Vogel, SPD-Franktionschef im Stadtrat und Mitglied des Hauptausschusses. Blitz habe schließlich schon im Saale-Holzland-Kreis Erfahrungen mit der Arbeit für Demokratie und Zivilcourage gesammelt.

Vom 1. März an nimmt die neu besetzte Koordinierungsstelle ihre Arbeit zunächst bis Ende dieses Jahres auf – mit Option auf Verlängerung für zwei weitere Jahre. Die beiden bisherigen Kokont-Mitarbeiterinnen, Uta Lemke und Rea Mauersberger, müssen sich nun wie alle anderen Interessenten um die Stellen bewerben, sollten sie dort weiter mitarbeiten wollen.

Während der Sitzung des „Runden Tisches für Demokratie“ am Donnerstagabend dankte Superintendent Diethard Kamm ihnen für ihre bisherige Arbeit.

TLZ, Ausgabe vom 14.02.2008

KoKont Jena, Koordinierungs- und Kontaktstelle des Runden Tisches für Demokratie