Veranstaltungsreihe: DIE EXTREME RECHTE

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Durch den Besuch des Seminars „Bildung und Rechtsextremismus“ im Sommersemester 2008 entstand die Idee eine informative Veranstaltungsreihe am Fachbereich durchzuführen. Diese Idee ist im Fachschaftsrat auf große Zustimmung gestoßen. Das Thema Rechtsextremismus ist relevant für die Soziale Arbeit, nicht zuletzt, weil Rechtsextreme vermehrt in Bereiche der Sozialen Arbeit eindringen. Soziale Arbeit braucht deshalb ein Selbstverständnis, das sich klar von rechtsextremen Einstellungen distanziert. Am Fachbereich erscheint uns diese Abgrenzung (noch) unterrepräsentiert. Der Fachschaftsrat will somit Impulse für neue Lehrinhalte setzen und zur Auseinandersetzung mit der extremen Rechten, ihren Strategien, ihrer Polititk und Strukturen aufrufen.

Zur ersten Veranstaltung am Mittwoch, den 13. Mai haben wir den Sozialwissenschaftler und Journalisten Andreas Speit eingeladen der zum Thema Rechtsextremismus arbeitet. Speit über die rechte Szene:
„Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel sind schon lang nicht mehr der einzige Style. Neu durchdachte Argumentationen gehen in der Szene zwischen NPD und Freien Kameradschaften auch längst mit den altbekannten dumpfen Parolen einher. Die einstige “Altherrenpartei” NPD ist zu “dem” neuen wählbaren Hoffnungsträger geworden. Bei den Freien Kameradschaften geht das Politische ins Private durch Aktionen, Konzerte und Partys seit langem ineinander über. Selbstbewusst suchen sie die Auseinandersetzung, um in der “Mitte der Gesellschaft” ihre menschenverachtenden Ideen verankern zu können. Nicht minder bemüht greifen intellektuelle Rechtsextremisten die stetig steigenden rechten Ressentiments in der “Mitte” auf. Längst Zeit zu widersprechen.“ (Quelle: Stoerungsmelder)
Andreas Speit war schon früh aktiv gegen Rechts und schreibt heute regelmäßig in der taz, Freitag, jungle world oder Der Rechte Rand über die rechte Szene und hat bereits mehrer Bücher veröffentlicht (u.a. Nazis in Nadelstreifen).
Ausserdem berichtet er in der taz-nord wöchentlich in der Kolumne “der rechte rand” von rechten Esoterikern über “Deutschnationale” bis zu militanten Neonazis. Weiterhin blogt er im Weblog Störungsmelder, das von der ZEIT initiiert und 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde, sowie beim Netz gegen Nazis.