Kostenloses Fortbildungsseminar am Institut für Psychotherapie und Angewandte Psychoanalyse e.V. in Jena

Am Donnerstag den 02. Oktober wird Herr Prof. Dr. Bernhard Strauß (Jena) einen Vortrag unter dem Thema „Nebenwirkungen von Psychotherapie“ halten. Diese Veranstaltung ist für Studenten kostenlos.

Weitere Informationen findet ihr in der PDF: Einladung Prof. Strauß 2.10

Kostenloses Fortbildungsseminar am Institut für Psychotherapie und Angewandte Psychoanalyse e.V. in Jena

Am Donnerstag den 25. September wird Frau Dr. med. Irene Misselwitz (Nervenärztin und Psychoanalytikerin) einen Vortrag unter dem Thema „25 Jahre Mauerfall – Reflexionen einer Gruppenanalytikerin“ halten. Diese Veranstaltung ist für Studenten kostenlos, benötigt aber dennoch eine Voranmeldung eurerseits.

Weitere Informationen findet ihr in der PDF: Einladung Dr. Misselwitz 25.9

Ausstellung über Stéphane Hessel in der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena

„Auch wenn ich aus einer Familie von Schriftstellern stamme, hatte ich doch nie die Absicht, selbst zur Feder zu greifen. Aber in meinem Alter ist man Zeitzeuge.“ Stéphane Hessel, Résistance-Mitglied, Überlebender von Buchenwald und viele Jahre als Diplomat der UN zu den Krisenherden der Welt unterwegs, veröffentlicht 1997 seine Autobiografie in der Überzeugung, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. „Mein Dasein endet mit dem Jahrhundert“, glaubt der Achtzigjährige.

Im Vorwort zur deutschen Ausgabe des Buches vierzehn Jahre später revidiert er dies mit einem Charme, für den der Deutsch-Franzose weltweit berühmt ist. Ein Charme, der stahlhart sein kann, nie oberflächlich ist, dafür unbedingt ehrlich, und der Hand in Hand geht mit Überzeugungskraft und Leidenschaft, als Essenz eines Lebens, das zu oft am Rande des Todes stand, um sich noch vor irgendetwas oder -jemandem zu fürchten.

Durch das schmale Büchlein „Indignez-vous!“, dem der Band „Engagez-vous!“ folgte, wurde Hessel mit über 90 Jahren zum Idol einer weltweit gegen politische Entmündigung, Ausgrenzung und gegen die rücksichtslose Plünderung der Erde aufbegehrenden Jugend. Er hat an der Entscheidung von Menschen, sich verantwortungsbewusst gegen globale Gefährdungen zu wenden, seine Freude gehabt, wie der Direktor der Gedenkstätte Buchenwald, Professor Volkhard Knigge, in Memoriam auf Stéphane Hessel schilderte: „Denn nichts schien ihm gefährlicher zu sein, als Indifferenz oder jedwede Apologie des ‚Da kann man nichts machen‘…“. Stéphane Hessel starb im Februar 2013 in Paris.

Ab dem kommenden 5. Mai zeigt eine Ausstellung in der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena zahlreiche Fotos von Stéphane Hessel. Aufgenommen von der Fotografin Britta Rost entstanden sie zwischen 1996 und 2009 bei insgesamt zwölf Besuchen Hessels in Schloss Kromsdorf, in der Nähe von Weimar. Dort war er unter anderem Gast bei der Veranstaltungsreihe „Paris trifft Kreisau in Kromsdorf“, die unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht,  stattfand. Die Vernissage der Ausstellung „Die Würde des Menschen … – Stéphane Hessel“ beginnt am 5. Mai um 17.00 Uhr in der Aula der Jenaer Hochschule.

Projektträger der Ausstellung, die ebenfalls unter Schirmherrschaft von Christine Lieberknecht steht,  ist die Maria Pawlowna Gesellschaft e.V. in Weimar; Projektpartner sind das ThILLM Bad Berka, das Innen-, Justiz- sowie Kultusministerium Thüringens und die  Volksolidarität.

Zur Vernissage am Nachmittag des 5. Mai und zur Ausstellung, die bis Ende Juni besucht werden kann, sind alle interessierten Gäste sehr herzlich eingeladen.

 

Ausstellung „Die Würde des Menschen … – Stéphane Hessel“

Fotos von Britta Rost

5. Mai bis 27. Juni 2014

Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, Haus 4, Foyer der Aula

Vernissage am 5. Mai, 17.00 Uhr, Aula

Die Ausstellung ist geöffnet: Mo – Fr

7.00 – 20.00 Uhr

Workshop Aufklärung

Ein interessantes Workshopangebot für unsere Interessierten :)

 

Lasst uns unter die Gürtellinie gehen!!!

…sowohl unter die eigene als auch unter die von anderen – ihr werdet staunen was es da alles zu entdecken gibt :-) (oder auch nicht)
Keine Angst, wir sind keine Selbsthilfegruppe (zumindest 95% der Zeit nicht) sondern versuchen die brennenden delikaten Fragen von mittel- erwachsenen kleinen Menschen zu beantworten – ohne dabei selbst ins Schwitzen zu geraten.
Und wir suchen DICH! Du hast Spaß daran, mal einen Vormittag in einer Schulklasse zu verbringen und über das Liebesleben der Spezies Mensch zu philosophieren? Perfekt! Denn das wird oftmals der einzige Aufklärungstag sein, den eine ganze Menge Schüler bekommen werden!!!
Schau doch einfach bei unserem Workshop vorbei am 21. und 22.05. hier in Jena! Es gibt ein tolles Programm mit vielen Spielen (denn wir spielen gern), Kuriositäten, von denen viele nichts wissen, einer Menge Spaß und leckerem Essen! (spätestens jetzt müsstest du überzeugt sein)

Die Teilnahme ist kostenlos, wir haben allerdings nur eine gewisse Anzahl freier Plätze… also überleg nicht zu lange!

Meld dich an, indem du uns eine verbindliche E-mail schreibst an:

msv-jena@gmx.de

Ganz einfach deinen Namen, deine E-Mail Adresse, deine Telefonnummer, dein Studienfach inklusive Semester und deine Essgewohnheiten (Vegetarisch oder nicht) angeben! Den Rest machen wir. Melde Freunde an, wenn die Lust haben!
Wir freuen uns auf dich!!!

Liebste Grüße,
MIT- SICHERHEIT- VERLIEBT Jena

Aufruf zum Protest gegen Bildungskürzung

Und deswegen solltet ihr dabei sein:

Folgen der Kürzungen an der FH-Jena

-Es stehen der FH-Jena  1,2 Millionen weniger im nächsten Haushalt zur Verfügung

-Einsparungen in Studium und Lehre

-schlechtere Betreuung der Studierenden

-geringeres Wahlpflichtangebot

-Einsparungen bei Lehrkräften

-weniger Tutoren und Lehrkräfte

-keine neuen Stellen  für studentische und wissenschaftliche  Hilfskräfte

-geringen bzw. keine Unterstützungen für Doktoranten

-geringerer Praxisbezug durch die Verringerung der Praktika

-Forschung muss reduziert werden

Also seid dabei und meckert nicht nur über das Studium. Helft aktiv dabei mit diese Haushaltskürzung zu verhindern.

Grüße

euer FSR SW

rechte Gewalt in Jena

Am späten Dienstagabend schlugen Neonazis im Jenaer Paradiespark zwei junge Punks brutal zusammen. Dabei wurde ein Minderjähriger so schwer am Kopf verletzt, dass er sich seit dem in stationärer Behandlung im Jenaer Klinikum befindet. Die Polizei, die den Vorfall noch am Abend am Tatort aufnahm, hüllt sich in Schweigen.

Zeugen berichten, dass etwa 10 bis 15 Neonazis auf die Jugendlichen einschlugen. Der Grund dafür, dass einer von ihnen heute noch schwerverletzt im Krankenhaus liegt, ist, dass sein Äußeres nicht in das einfältige Weltbild der Rechten passt. Wie bereits bei dem Überfall am Karfreitag wurde die Polizei zu der Auseinandersetzung im Paradies gerufen. Etwa 40 Rechte hatten da gegen 21:30 Uhr eine Gruppe alternativer Jugendlicher angegriffen und drei von ihnen verletzt. Die Polizei verschweigt, dass mindestens einer von ihnen mit einem Messer durch die Nazis am Bein verletzt wurde.

In ihren Stellungnahmen vom Mittwoch zu den Auseinandersetzungen am Ostermontag auf dem Holzmarkt, bei denen eine linke Spontandemonstration, die sich gegen rechte Gewalt richtete, auf eine Gruppe Nazis traf und in Folge der ausgebrochenen Auseinandersetzung auch der Außenbereich des „Eiscafè Riva“ in Mitleidenschaft gezogen wurde, unterschlägt die Polizei, dass es am Dienstagabend zu einem weit schlimmeren Vorfall mit einem Schwerverletzten gekommen war. Dieser ereignete sich nicht unter den Augen zahlreicher Passanten und Passantinnen und betroffen war damit offenbar auch nicht, wie beim Scharmützel am Montag, der gute Ruf Jenas. Augenscheinlich sieht die
Polizei, die sich ohnehin schwer tut die Ursache der Ereignisse in der nicht enden wollenden Gewalt von rechts zu sehen, keinen Grund auf das brutale Vorgehen der Neonazis aufmerksam zu machen, kommentiert Franka Heßler, Sprecherin der JAPS Jena.

In den letzten Wochen kam es vermehrt zu gewaltätigen Aktionen der extremen rechten Szene, wie etwa die Angriffe gegen das „Grüne Haus“ Und die „Junge Gemeinde“. Die JAPS beobachtet, dass sich Jenas Nazis von der biederen NPD lösen und sich zunehmend der Kameradschaftsszene und deren meist subversiven und militanten Aktionen zuwenden.

Durch die Gleichsetzung von Linken und Nazis als „Chaoten“ fühlen sich Opfer von Nazigewalt nicht ernstgenommen. Neu ist das nicht: In den letzten Wochen informierten mehrere Jugendliche die JAPS und JG über rechte Gewalttaten. Anzeige bei der Polizei wollen sie nicht erstatten. Dort werde man oftmals nicht ernst genommen oder sogar wie die eigentlichen Schuldigen behandelt und Ermittlungen würden eingestellt, berichten die Betroffenen.

Die JAPS chronologisiert die Übergriffe: So wurde vor etwa 2 Monaten ein Minderjähriger an der Griesbrücke von Rechten verprügelt, vor 14 Tagen wurde im Paradiespark ein Jugendlicher mit Rasta-Frisur von Neonazis angegriffen. Am 7. April warfen etwa 10 Rechtsradikale am Westbahnhof mit Flaschen nach linken Jugendlichen. In der Nacht des 11. April wurde ein 15jähriger Jugendlicher von einem etwa 30 bis 35jährigem, der eine Jacke der rechten Marke Thor Steinar trug, in einer Straßenbahn Richtung Zwätzen mehrfach ins Gesicht und gegen den Hinterkopf geschlagen.

„Der öffentliche Umgang mit rechter Gewalt und neonazistischem Gedankengut ist in Jena leider nicht von der Weltoffenheit und Zivilcourage geprägt, die die Stadt gern vermitteln möchte. Es wird im Alltag zu viel weggeschaut. Dies schließt auch die Polizei nicht aus, die rechte Gewalttaten verschweigt oder verharmlost.“, kritisiert die JAPS.

Blitz e.V. übernimmt Trägerschaft für Kokont

Bildungswerk Blitz betreibt „Kokont“

Jena. (tlz/lio) Die Stadt Jena hat das Bildungswerk Blitz e.V. mit der Trägerschaft der Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz beauftragt. Zuvor hatten sich drei Träger beworben und in der Hauptausschuss-Sitzung des Stadtrates, zu der auch zwei Vertreter des Runden Tisches anwesend waren, präsentiert.
Das Bildungswerk Blitz e.V. konnte den Hauptausschuss mit einer gelungenen Präsentation und einem stimmigen Konzept überzeugen und löst damit den bisherigen Träger, die evangelisch-lutherische Superintendentur, ab. Die bisherige gute Arbeit der Kirche wurde vom Hauptausschuss ausdrücklich gewürdigt.

„Es war keine politische Entscheidung. Wir haben uns nicht gegen den Träger evangelisch-lutherische Kirche entschieden, sondern für das Bildungswerk Blitz e.V“, so Dr. Lutz Vogel, SPD-Franktionschef im Stadtrat und Mitglied des Hauptausschusses. Blitz habe schließlich schon im Saale-Holzland-Kreis Erfahrungen mit der Arbeit für Demokratie und Zivilcourage gesammelt.

Vom 1. März an nimmt die neu besetzte Koordinierungsstelle ihre Arbeit zunächst bis Ende dieses Jahres auf – mit Option auf Verlängerung für zwei weitere Jahre. Die beiden bisherigen Kokont-Mitarbeiterinnen, Uta Lemke und Rea Mauersberger, müssen sich nun wie alle anderen Interessenten um die Stellen bewerben, sollten sie dort weiter mitarbeiten wollen.

Während der Sitzung des „Runden Tisches für Demokratie“ am Donnerstagabend dankte Superintendent Diethard Kamm ihnen für ihre bisherige Arbeit.

TLZ, Ausgabe vom 14.02.2008

KoKont Jena, Koordinierungs- und Kontaktstelle des Runden Tisches für Demokratie